Köln: Filmreise in die 80er Jahre Teil 1

Köln in der ersten Häfte der 1980er Jahre: Die Jugend zeigt sich als Rocker, Alternative, Popper oder Punks. Die besonders junge HipHop-Kultur beeinflusst sogar die kölsche Musik der Bläck Fööss. Mit Zeltinger und Bap rocken kölsche Tön zum ersten Mal die ganze Republik.

Die Stadt befindet sich am Scheideweg: Aus der Industriestadt wird eine Kultur- und Medienmetropole. Ein bunter Reigen an Kulturereignissen begründen Kölns Ruf als Eventstadt. Binnen weniger Jahre wird aus Köln die bedeutendste TV-Stadt des Landes. Zwischen Dom und Rhein wächst einer der modernsten Museumsbauten Europas in das Stadtpanorama. Unzählige Bürgerinitiativen wollen mitreden, kommen jetzt mit eingenen Videoprojekten, eigener Kino- und Kulturszene.

Doch mit den 80ern beginnt auch die Zeit der dauerhaften Krise auf dem Arbeitsmarkt: In kürzester Zeit verdoppelt sich die Zahl der Arbeitslosen, unter Jugendlichen verdreifacht sie sich sogar. Die geburtenstarken Jahrgänge der 60er gelten jetzt als die „Generation der Überzähligen“.

Zugleich zeigen die Kölner ihre Verbundenheit mt der Kirche: Das Domjubiläum 1980 und der erste Papstbesuch seit gut 1.000 Jahren bringen selten gesehenen alten Glanz in das hillije Köllen und beflügeln die Katholiken.

So zeigt sich das Köln der 80er als eine Stadt mit den verschiedensten Lebenswelten. Manche berühren sich, manche leben aneinander vorbei, andere prallen hart aufeinander. Setzt man die Einzelteile zu einem Mosaik zusammen, ergibt sich ein Bild, wie man es bis heute kennt. Verknüpft mit Nachrichten und Ereignissen aus einer Epoche des Umbruchs, entsteht eine lebendige Filmreise in die 80er Jahre.