Köln: Filmreise in die 70er Jahre – Teil 1

Dieser Film entführt Sie in die erste Hälfte, der wohl buntesten Epoche des 20. Jahrhunderts: In die Kölner Jahre von 1970-75. Nie zuvor zeigte sich die Stadt so vielfältig, so modern und schrill.

Im Stadtpanorama erscheinen nun die höchsten Wohnhäuser der Republik, auf neuen Autostraßen kann man das Stadtgebiet innerhalb weniger Minuten durchfahren und der Baustoff für alles Neue heißt Beton. Nie hatte Köln so viele Einwohner: Zur Hälfte des Jahrzehnts sind es eine Million. Die Kinder der 60er sind jetzt Teenager: Schlaghosen und lange Haare sind Pflicht, die neue Domplatte wird zum Mekka der Hippies, der Musikanten, Pflastermaler und der ersten Skateboarder. Und in den Kellern der Stadt feiert die Jugend ihre Partys am liebsten auf Matratzenlagern. Jeder dritte Kölner ist jünger als 25 Jahre und kaum jemand will den eigenen Eltern nacheifern. Demonstrationen gehören nun ebenso zum Alltag, wie die Subkulturen von der Rock- bis zur Schwulenszene, wie die ersten Sexshops auf der Fußgängerzone oder Kölns erster Flohmarkt in der Altstadt.

Köln wird internationaler: Jeder fünfte Einwohner hat inzwischen einen ausländischen Pass und das Eigelsteinviertel wird zum „Klein-Istanbul“. Die langhaarigen Bläck Fööss bestimmen wie keine andere Band den kölschen Sound der Stadt. Sie lassen die ältere Generation schwelgen und auch die Jugend kann sich diesen Liedern nicht entziehen. Noch sind die kölschen Traditionen quicklebendig. Vor allem in den Veedeln, wo sie das Lebensgefühl seit eh und je prägen: Familienfeste, Kirche, Vereine und nicht zuletzt der Karneval.

Kombiniert mit den wichtigsten Stadtnachrichten aus Politik, Sport und Kultur entsteht über 100 Minuten eine faszinierende Zeitreise von besonderem historischen Wert.